In den letzten 14 Tagen ist viel passiert: Es gab ganze 3 Mannschaftskämpfe, ein Anfänger-Event im AEZ, sowie den ersten Spieltag der HJET. Zeit, diese Events Revue passieren zu lassen.

4.1.2026: Fritz & Fertig-Kinderschachturnier im AEZ Poppenbüttel

Wie wir bereits im Dezember angekündigt haben, gab es ein schönes Event im AEZ Poppenbüttel, welches sich an Anfänger gerichtet hat. Mit dabei: Julius und Pauline als Turnierleitungsteam, sowie Bene, Fiete, Matteo und Konstantin als "Anfänger". Dabei bildeten Bene und Konsti ein starkes Duo, welches als SG-Chaoten ihrem Namen alle Ehre machten. Am Ende wurde es Platz 4 von 18 Teams. Matteo und Fiete hingegen sind immerhin nicht letzter geworden 😅

Am Ende bekam jeder noch ein Preis und durfte somit zufrieden nach Hause gehen.

9.1.2026: Jugend-Kreisliga Süd: Runde 1 - Weisse Dame 5 vs. SCS 2

Der Mannschaftskampf stand lange Zeit auf der Kippe, da die Wetteraussichten eher mäßig und auch schon die Schule und die HJET abgesagt waren. Alexander stand als MF mit Rene Mandelbaum in Kontakt um beim Umschlagen des Wetters und ÖPNV-Einschränkungen reagieren zu können. Am Ende war es doch alles irgendwie halb so wild und die 6 Stammkräfte der SCS 2 machten sich mit Teasy und Alexander auf den Weg um Weisse Dame zu "putzen". Gespielt haben in korrekter Brettreihenfolge: Adrina, Lorik, Jakob, Konstantin, Lea und Emil. Hat man sich zuvor die gemeldete Rangliste von Weisse Dame angeschaut, so sollten wir gute Chancen auf ein paar Punkte haben. Bei Ankunft stand jedoch fest, dass sie noch 2 weitere Spieler mit über 900 DWZ nachgemeldet haben, und es eine enge Kiste werden könnte.

Sogar etwas vor der vereinbarten Zeit konnten wir die Uhren starten. Bei Brett 6 wurde die Uhr allerdings nach ganzen 6 Zügen wieder gestoppt - Emil "the flash" war schon fertig und es stand 1:0 für uns. Der Gegner spielte allerdings auch erst seine erste Turnierpartie. An Brett 1, 2 und 3 war nach einigen Minuten noch nicht viel passiert. Bei Jakob ging hingegen die Post ab. Im Sekundentakt wurden Figuren abgetauscht, geopfert und geblundert - nur leider nicht vom Gegner. Jakob dachte vielleicht, was bei seinem Bruder funktioniert, würde auch bei ihm funktionieren, aber diese Regel gilt nicht beim Schach.

Lea musste also die Familienehre retten, stand aber zu dem Zeitpunkt schon sehr unter Druck. Der Gegner hatte klare positionelle Vorteile und 2 Bauern mehr. Wie das häufig in den unteren Ligen so ist, wendet sich das Blatt jedoch schnell und häufig. Glück für uns, dass es sich in dieser Partie nur einmal wenden sollte, zu Leas Gunsten. Der Gegner hat einen Abzug übersehen und sie konnte ihren Turm gegen seine Dame geben. Am Ende brach die Stellung vom Gegner zusammen und sie krallte sich eine Figur nach der anderen. Es stand somit 2:1 für uns.

Lorik und Adrina hatten zu dem Zeitpunkt beide einen Bauern weniger, Konstantin einen Bauern mehr. Der Gegner von Konstantin mit immerhin ca. 950 DWZ spielte gut und druckvoll, hatte auch gute Chancen Konstantin das Leben schwerer zu machen als es ihm lieb gewesen wäre, aber Konstantin parierte sämtliche Drohungen und spielte klug und überlegt, wickelte in ein gewonnenes Bauernendspiel mit 3 (verbundenen) Mehrbauern ab und der Gegner gab auf.

Was bei Lorik erst fragwürdig aussah, wendete sich ebenfalls zu unseren Gunsten. Er holte sich ganze 2 Bauern zurück und hatte am Ende auch die positionellen Vorteile, die er zu nutzen wusste, In einem Turmendspiel behielt er die Oberhand und gewann sein Match, was uns die vollen 2 Mannschaftspunkte sicherte.

Adrina hat am Ende noch versucht ihren Gegner mit verschiedenen Drohungen aus der Reserve zu locken, aber dieser hat sich davon nicht beeindrucken lassen und sourverän verteidigt, um dann selbst Patzer von Adrina auszunutzen. Schade für Adrina, aber als Mannschaft gewinnen wir zusammen und alle leisten ihren Beitrag!

Der Rückweg war dann umso schöner, das Wetter ruhig und die Kids haben sich gemeinsam gefreut.

11.1.2026: Jugendlandesliga: Runde 4 - SCS vs. Blankenese 2

Letzte Woche waren wir noch Kellerkind, diese Woche sind wir Tabellenführer der höchsten Hamburger Jugendliga nach spannendem Kampf gegen die Schachvereinigung Blankenese. Dabei ging es eigentlich sehr holprig los: Der Schlüssel vertat sich in der Uhrzeit und war noch im Warmen, während sich die Gäste spontan eine Schneeballschlacht lieferten. Jene verzichteten dann dankenswerterweise auf die eigentlich fällige Zeitstrafe, und so konnte ein freundschaftlicher, am Brett jedoch hart umkämpfter Mannschaftskampf beginnen.

Eigentlich war die Rollenverteilung klar: Mit Ausnahme von Yannic und Lara gingen alle als klare Außenseiter in ihre Partien, und Viktor spürte auch sehr schnell, warum dies so war – er flog bereits in der Eröffnung auseinander. An den übrigen Brettern hatte Maria, die kurzfristig einsprang und ihr Debüt in der Jugendlandesliga gab, mit einer lästigen Schwäche auf d3 zu kämpfen, während Lasses schwarzfeldriger Läufer in komplizierter Stellung eigentlich (die Betonung liegt auf EIGENTLICH) gar keine Perspektiven mehr hatte und er sich seine Kompensationen woanders erkämpfen musste. Till lenkte Richtung ausgeglichenes Mittelspiel in symmetrischer Stellung, Lara tat im Italiener mal wieder Lara-Dinge und rückte mit allem, was sie hatte, dem schwarzen König zu Leibe, und Yannic suchte man vergebens am Brett. Während sein Gegner versuchte, sich durch die Eröffnung zu navigieren, blitzte Yannic diese raus und verbrachte den Großteil seiner Zeit damit, René und Tore beim Terraforming Mars spielen zuzuschauen, damit seine Elo dort irgendwann genauso hoch ist wie im Schach.

Im Mittelspiel überschlugen sich dann die Ereignisse: Maria wurde zwar ihre Schwäche los, allerdings auch eine Figur. Dafür hatte Lara plötzlich eine mehr. Lasses Läufer „ohne Perspektiven“ war inzwischen vom hässlichen Entlein zum wütenden Schwan digitiert, der erst einen – Zitat Viktor – „Schaschlikspieß“ aus Turm-Dame-Turm baute und im Anschluss den gegnerischen König dominierte. Ein bisschen Material wurde noch getauscht, aber am Ende war der Sieg gegen eine 300 Punkte stärkere Gegnerin eingetütet. Yannic opferte derweil Bauer und Rochade, allerdings war es der gegnerische König, welcher sich zunehmend unsicher fühlen musste. Bei Till tat sich nach wie vor nichts, weshalb er den Mannschaftsführer um Erlaubnis bat, Remis zu machen. Da Lara in Zeitnot allerdings noch etwas Material zurückgeben musste und die Stellung unklar war, bekam er die Anweisung, weiterzuspielen, was er pflichtbewusst im Dienst auch tat. Jedenfalls für ganze vier Züge, dann konnte Lara nämlich den gegnerischen Läufer fangen und für Till hieß es Kommando zurück: Remis ist in Ordnung. Mit diesen wichtigen 1,5 Punkten stand es also nun 2,5 zu 2,5, und Yannics Partie musste über Gedeih und Verderb des Kampfes entscheiden. Mit nur noch vier Minuten für etwa zehn Züge hatte er die Ruhe weg, der Mehrbauer, den er mittlerweile hatte, schien ihm ein solides Polster zu sein. Doch dann fand sein Gegner, selbst nur noch mit sechs Minuten auf der Uhr, eine hübsche Taktik, mit der er wieder in leichten materiellen Vorteil kommen konnte, und während im Hinterraum noch gerätselt wurde, wie das Endspiel mit wirrer Materialverteilung und zwei offenen Königen irgendwie für uns zu verteidigen sei, streckte der gegnerische Mannschaftsführer seinen Kopf durch die Tür und rief: „Ok, ist vorbei, ihr habt gewonnen, Yannic hat Schachmatt gesetzt.“

Zum Saisonabschluss erwarten uns nun die drei HSK-Mannschaften der Liga. Die Prognosezettel können wir zusammen mit der Glaskugel und dem Kaffeesatz entsorgen – alle drei scheinen diese Saison gleichwertige Instrumente zu sein.

René Lohmann

15.1.2026: HMM Bezirksliga A: Runde 1 - SKW vs. SCS

Unser erster Wettkampf der HMM-Saison sollte uns am 9. Januar nach Wilhelmsburg führen, wurde aber aufgrund der Wetterwarnungen auf den 15. Januar verschoben. Wir haben trotzdem kurzfristig noch acht Zusagen gefunden und sind so in Vollbesetzung angetreten, waren dem Gegner aber im Schnitt mit 150 DWZ pro Brett unterlegen und mussten uns leider mit 3:5 geschlagen geben.

Die Siege für unser Team konnten Tore und Viktor jeweils mit Schwarz an den hinteren Brettern einfahren. Dazu holten Thorsten und Max jeweils einen halben Punkt.

Diese Saison wird ein harter Kampf gegen den Abstieg, obwohl wir offiziell Platz 1 der Setzliste sind. Das liegt daran, dass die stärksten Spieler des Vereins alle gemeldet wurden, obwohl absehbar ist, dass sie entweder gar nicht oder nur ein- bis zweimal spielen werden. Deswegen werden wir meistens als Außenseiter antreten, aber unsere Gegner mit der Aufstellung in jedem Spiel überraschen und hoffentlich in den nächsten acht Wettkämpfen genügend Punkte sammeln.

Am 30. Januar geht es mit einem Heimwettkampf weiter.

Maxi Schrader

17.1.2026: HJET - Runde 1

Mit etlichen Schachelschweinen waren wir heute am 17. Januar im ATW um die gegnerischen Könige fliegen zu lassen. Es gab interne Duelle, ein paar Überraschungen und die eine oder andere starke Partie!

Vorab hier der Link zu der Ergebnisseite (ganz unten): HJET 2026 - HSJB

Bemerkenswerte Unterstützung leisteten heute Tore für die Analyse im Vereinsraum, sowie Anna und Sarah als Schiedsrichterinnen für die U10-1 und Paulo bei den U8-Kids ❤️

Bockstark heute Yannic in der Leistungsklasse 1 sowie Lara in Leistungsklasse 2, denn beide konnten Siege einfahren.

Ein internes Duell gab es in der U14, in welcher Leonard gegen Maria antreten musste und auch gewann. Leonard spielte ebenfalls bemerkenswert Remis gegen über 1300 DWZ!

Alle anderen Schachelschweine spielen mehr oder weniger erwartungsgemäß. Es ist auch noch zu früh, um voreilige Schlüsse zu ziehen.

Die Überraschung möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten: Bene trumpfte heute in der U10-1 groß auf, holte sich nicht nur 2 von 3 Punkten, sondern verlor die letzte Partie gegen einen Gegner mit über 1000 DWZ nur knapp. Der Gegner war 2025 bei der Hamburger U10-Meisterschaft mit 4 aus 7 immerhin auf dem 6. Platz gelandet! Das macht Hoffnung, dass wir bald eine richtig starke Truppe aus JG 2017 aufzeigen.

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