Bereits der dritte Wettkampf der Saison war bis kurz vor Mitternacht komplett offen und endete um 23:55 Uhr mit einem 4,5:3,5-Sieg für die Schachelschweine. Auswärts bei Diogenes waren wir nur zu siebt, weil viele Jugendliche in Steinhorst zelten waren. Dadurch spielten wir mit einer Mannschaft, in der Maxi mit 36 Jahren der jüngste Spieler war. Da HaChri und Björn ihre erste Partie dieser Saison bestritten und auch Lennart dabei war, konnten Ralf und Thorsten Piehl an Brett 5 und 6 spielen. Jannik entschied sich für Brett 7, um Weiß zu haben. Brett 8 ließen wir frei und verzichteten darauf, taktisch Brett 1 freizulassen.
Der Wettkampf hatte nur komplett ausgeglichene Partien, und so dauerte es über drei Stunden, ehe HaChri den ersten halben Punkt holte. Björn und Maxi spielten beide nach einem Bauernopfer auf Angriff, konnten ihre Stellungen aber nicht verwerten und verloren. Maxi stand laut Engine die ganze Zeit schlechter und hatte nie einen zwingenden Gewinn, doch Björns Partie war komplett offen und ging in der Zeitnotphase dann leider verloren. Da Lennart mit einem schönen Matt durch einen Bauernzug den ersten Sieg einfuhr, stand es 1,5:3,5. Jannik rang seinen jungen Gegner, der eine ähnliche DWZ hatte und lange gut mithielt, am Ende nieder und holte den zweiten Sieg, ehe Ralf auf 3,5:3,5 stellte.
Damit lag es diesmal ausnahmsweise nicht an Ralf, den Mannschaftssieg mit der letzten Partie zu sichern, sondern an Thorsten P. Er gelangte mit einem Materialungleichgewicht von zwei Leichtfiguren gegen Turm und Bauer in ein Endspiel, in dem beide Spieler nur noch eine Minute auf der Uhr hatten und allein mit ihrem Inkrement spielten. Thorsten spielte die Stärken seines Läuferpaars stark aus und entwickelte mit einem Freibauern so viel Druck, dass er eine Qualität gewann. Mit einer Figur mehr schnappte er sich dann die gegnerischen Bauern und zwang seinen Gegner so kurz vor Mitternacht zur Aufgabe. Ein richtig schöner und spannender Wettkampf mit dem besseren Ende für die Schachelschweine, die damit den Klassenerhalt auch rechnerisch gesichert haben und mit 9 Mannschaftspunkten auf Platz 4 liegen.
Maxi Schrader