Zwei Wochen voller Schach liegen hinter uns. SCS 1 hat in der Jugendlandesliga den Stichkampf um den Aufstieg gesichert, SCS 2 hat in der Kreisliga souverän gewonnen, unsere Erwachsenenmannschaft hat sich in der HMM Bezirksliga einen echten Krimi geliefert, und beim DWZ-Cup in Itzehoe waren fünf Schachelschweine unterwegs.
HJMM Kreisliga Süd: SCS 2 schlägt Diagonale 2 mit 16:7
Am Spieltag empfing SCS 2 die Gäste von Diagonale 2 aus Hamburg-Eißendorf, die eine lange Anreise mit dem Auto hinter sich hatten. Diagonale trat ohne Brett 2 an, brachte dafür aber einige Nachwuchstalente mit. Um 17:30 Uhr starteten die Uhren.
Auf dem Papier waren wir Favorit und das bestätigte sich auch am Brett. Konstantin und Lea machten relativ schnell ihre Punkte. Kurz darauf folgten Siege von Emil und Adrina. Jakob hatte seine Partie im Griff, stellte dann aber in vorteilhafter Stellung ein Matt ein und ärgerte sich zurecht. Am Ende stand trotzdem ein verdientes 16:7 auf der Ergebnistafel.
Direkt am 27. März folgt die letzte Runde: SCS 2 gegen Blankenese 5. Bleibt die Mannschaft ungeschlagen? Wir drücken die Daumen!
HMM Bezirksliga A: SCS gewinnt den Krimi beim HSK mit 4,5:3,5
Ein unfassbar spannender Abend beim HSK. In einem ganz wichtigen Wettkampf um den Klassenerhalt gegen HSK 13 endete in den ersten drei Stunden nur eine Partie: Till gewann an Brett 8, obwohl er zwischenzeitlich einen Bauern eingestellt hatte. Thorsten Piehl hatte in seiner Partie zwei starke zusammenhängende Freibauern gegen eine Figur, verlor am Ende aber doch. Nach Maxis dominantem Sieg stand es 2:1 für uns.
Die letzten fünf Partien gingen alle in die Zeitnot. Thorsten Bambus gewann seine gewonnene Stellung auf Zeit, Max holte in einer offenen und spannenden Partie den Punkt zum 4:1. Der Sieg war zum Greifen nah. Doch dann verlor Yannic in Zeitnot seine Partie. Und Lennart verlor an Brett 1 im 39. Zug auf Zeit, kurz bevor er die 15 Minuten Zusatzzeit bekommen hätte. Plötzlich stand es 4:3 und alles hing an Ralf.
Ralf stand seit der Eröffnung passiv und hatte durchgehend einen Bauern weniger. Im Endspiel Springer und zwei Bauern gegen Springer und drei Bauern spielte sein Gegner über 30 Züge nur mit seinem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug. Die anderen Wettkämpfe im Saal waren längst vorbei, aber um 23:20 Uhr kämpfte Ralf immer noch. Um 23:45 Uhr sprang die Uhr plötzlich in den Einstellungsmodus zurück. Eine neue Uhr musste mit den Restzeiten programmiert werden: 2 Minuten gegen 5 Minuten. Um 23:55 Uhr war es endlich geschafft: Ralf erkämpfte sich ein starkes Remis und sicherte damit den 4,5:3,5-Sieg.
Ein Abend, den alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden.
Maxi Schrader
DWZ-Cup in Itzehoe: Johannes, Lea und Konstantin gewinnen ihre Gruppen
Am 22. März fuhren Johannes, Jakob, Emil, Lea und Konstantin nach Itzehoe zum DWZ-Cup. Gespielt wurde in Vierergruppen im Rundenturnierformat, also jeder gegen jeden. Für Lea und Konstantin war das die ideale Vorbereitung auf die bevorstehende HJEM-Endrunde der U10 bzw. U10w.
Emil und Konstantin landeten in derselben Gruppe und spielten direkt in Runde 1 gegeneinander. Emil überrannte mit seinen schwarzen Bauern Konstantins Stellung und gewann. Jakob stellte in seiner ersten Partie die Dame ein und verlor. Lea gewann schnell und souverän. Johannes zeigte von Beginn an gute Form und gewann ebenfalls.
In Runde 2 spielte Emil gegen den DWZ-losen Spieler seiner Gruppe nur Remis und ärgerte sich danach. Konstantin holte gegen einen von der DWZ her stärkeren Gegner den Sieg und machte damit Boden gut. Lea spielte gegen den deutlich stärkeren Justus Reichel ein starkes Remis und freute sich darüber. Johannes bestätigte seine Form mit dem nächsten Sieg. Jakob holte ebenfalls seinen ersten Punkt.
In Runde 3 fielen die Entscheidungen. Johannes war nicht zu bremsen und gewann auch seine dritte Partie: 3 aus 3 und Platz 1, das stärkste Schachelschwein des Tages. Lea gewann ebenfalls und sicherte sich mit 2,5 Punkten den ersten Platz in ihrer Gruppe. Emil hätte mit einem Sieg den Gruppensieg perfekt machen können, verlor aber und wurde mit 1,5 Punkten Zweiter. Konstantin zeigte im Endspurt noch einmal, was er kann, gewann seine letzte Partie und erreichte mit 2 Punkten und der besserer Sonneborn-Berger-Wertung den ersten Platz.Jakob verlor seine dritte Partie und belegte den dritten Platz.
Ein gelungener Ausflug mit drei Gruppensiegen und vielen lehrreichen Partien.
Jugendlandesliga Runde 7: SCS 1 schlägt HSK 3 mit 5:1 und sichert den Stichkampf
Bereits einen Spieltag vor Schluss hatte unsere erste Mannschaft die Chance, das Saisonziel einzutüten und sich den Stichkampf um den Aufstieg in die Jugendbundesliga zu sichern. Die Konstellation, dass nur 3 von 8 Mannschaften der Jugendlandesliga überhaupt aufsteigen dürfen, macht es möglich.
Gerade einmal eine Stunde dauerte es, bis Yannic hierfür die Marschrichtung vorgab und uns mit 1:0 in Führung brachte. Kurz darauf einigte sich Adrina, die ihr Debüt in der ersten Mannschaft gab, mit ihrem Gegner auf Remis. Etwas länger brauchte Luke, um den verbleibenden Drei die Vorlage auf den Fuß zu legen. Zwar hatte er aus der Eröffnung heraus einen Bauern mehr, allerdings war dies ein Doppelbauer. Selbstständig im Endspiel war es also nicht drin, einen Freibauern zu bilden, aber sein Gegner rückte mit seinen Bauern wiederum etwas zu weit vor, sodass Luke doch noch einen eigenen durchbrachte.
Verwandeln tat die Vorlage schließlich Till. Genauso wie Viktor, der später zum 4,5:0,5 erhöhte, kam er leicht besser aus der Eröffnung und baute diesen Vorteil langsam, aber sicher aus. Auch wenn es damit in Laras Partie um nichts mehr als die Kosmetik ging, war diese ironischerweise die spannendste des ganzen Wettkampfes. Sowohl sie als auch ihr Gegner überraschten sich jeweils gegenseitig in der Eröffnung, die damit endete, dass Laras Figuren als Preis für ihren Mehrbauern im Mittelspiel zum Nichtstun verdammt waren. Lara-typisch hatte natürlich auch in dieser Partie jemand im 20. Zug nur noch 19 Minuten auf der Uhr, allerdings war es diesmal nicht Lara, sondern ihr Gegner, dem die Zeit unbarmherzig davonlief, während sie mit vergleichsweise komfortablen 33 Minuten in die zweite Hälfte der ersten 40 Züge ging. In dieser musste Lara schließlich ihren Mehrbauern wiederhergeben, allerdings kamen dafür ihre Türme ins Spiel und so beschlossen sowohl sie als auch ihr Gegner, dass nach dem Verlust ihrer jeweiligen Trümpfe die Stellung wohl Remis sei. So stand am Ende ein verdientes 5:1 auf der Mannschaftskarte.
Mit dem Stichkampf in der Tasche lautet das nächste Ziel nun Hamburger Meisterschaft. Momentan liegt die Mannschaft mit einem Mannschaftspunkt und zwei Brettpunkten Rückstand auf den Erstplatzierten aus Blankenese, welcher bisher nur gegen den SCS Punkte liegen ließ, auf Rang 2.
René Lohmann