Beim HSK Osteropen 2026 war Till als einziger Schachelschwein am Start. 70 Spielerinnen und Spieler traten über vier Tage und sieben Runden im HSK-Schachzentrum an. Till zeigte dabei eine bemerkenswerte Aufholjagd.
Der Start war alles andere als leicht. Gleich in Runde 1 ging es gegen Michael Kotyk, der am Ende Zweiter des gesamten Turniers wurde. Till kam gut aus der Eröffnung, musste sich am Ende aber geschlagen geben. In Runde 2 gegen einen Gegner mit knapp 1340 DWZ sprang nur ein Remis heraus, und in Runde 3 folgte gegen Alexander Winklmann (knapp 1600 DWZ) die nächste Niederlage. Nach 0,5 aus 3 war die Frustration spürbar. Till drehte ein paar Runden ums HSK-Klubheim, um den Kopf freizubekommen.
Das half. Ab Runde 4 war Till ein anderer Spieler. Sieg mit Schwarz gegen einen DWZ-losen Gegner, am Ostersonntag ein weiterer Sieg gegen 1400 DWZ. Mit 2,5 aus 5 war er zwar durch die niedrige Buchholz noch im hinteren Feld, aber der Aufwärtstrend stimmte. Und dann kam der Sonntagnachmittag: Sieg gegen einen Gegner mit 1800 DWZ. Mit 3,5 aus 6 rückte plötzlich der Ratingpreis für den besten U18-Spieler in Reichweite.
Am Montag ging es also um die Wurst. Tills Gegner brachte 1840 DWZ mit, ein echter Brocken. Doch Till spielte seine vielleicht stärkste Partie des Turniers und gewann souverän.
Das Ergebnis: 4,5 aus 7, Platz 15 von 70 und der Ratingpreis U18. Vier Siege in Folge nach einem schwierigen Start. Besser kann man ein Turnier nicht drehen.
Stark gemacht, Till!
Ergebnisse: Link
Foto: Bei der Siegerehrung steht Till (rechts) stolz mit seinem Ratingpreis-Umschlag (U18) neben Jonathan (U14 Ratingpreis). PS: Leider war Till zu groß für das Kameraobjektiv 😅